Traditionelles Sadza ne Nyama: der simbabwische Maisbrei mit geschmortem Rindfleisch und Kohl
Sadza ist Simbabwe: ein weißer Maisbrei, ungesalzen, fest genug, um mit der Hand zu Bällchen geformt zu werden, mit denen man die Sauce aufnimmt. Er ist Mittag- und Abendessen im ganzen Land, und ein Simbabwer, der einen Tag ohne Sadza verbringt, sagt, er habe nicht gegessen. Das Wort Nyama bedeutet Fleisch, und Sadza ne Nyama ist das häufigste Paar, mit dem Kohl Muriwo, der den Teller vervollständigt.
Das Fleisch wird langsam mit Zwiebel, Tomate und wenig mehr gegart, bis es in einer einfachen roten Sauce zart ist. Der Kohl wird mit Zwiebel und Tomate geschmort und in der traditionellsten Version mit Dovi, gemahlenen Erdnüssen, die ihn cremig machen. Sadza verlangt Aufmerksamkeit: Das Mehl kommt in zwei Schritten ins kochende Wasser und wird mit einem dicken Holzlöffel, dem Mugoti, gerührt, bis die Masse fest wird und sich vom Topf löst.
Gegessen wird mit der rechten Hand, nachdem man sie in der Wasserschale gewaschen hat, die auf den Tisch kommt: ein mit dem Daumen flach gedrücktes Sadza-Bällchen, in die Sauce getaucht, und ein Stück Fleisch. Es ist dieselbe Familie wie das kenianische Ugali, das sambische Nshima und das südafrikanische Pap, und dieselbe Art zu essen.
Rezeptübersicht
- Herkunft: Simbabwe
- Kategorie: Hauptgericht, Maisbrei mit Fleisch
- Schwierigkeit: Leicht
- Vorbereitungszeit: 20 Minuten
- Garzeit: 1 Stunde 30 Minuten
- Ergibt: 4 Portionen
Zutaten — Nyama (Fleisch)
- 700 g Rindfleisch (Nacken oder Rippe ohne Knochen) in Würfeln
- 2 Esslöffel Öl
- 1 große Zwiebel, gehackt
- 3 reife Tomaten, gehackt
- 1 Esslöffel Tomatenmark
- 1 Knoblauchzehe, gehackt
- 1 Teelöffel Paprikapulver oder Currypulver (optional)
- 1 1/2 Tassen Wasser
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zutaten — Muriwo (Kohl) und Sadza
- 1 Bund Blattkohl in feinen Streifen
- 1 kleine Zwiebel, gehackt
- 1 Tomate, gehackt
- 2 Esslöffel Öl
- 3 Esslöffel geröstete Erdnüsse, fein gemahlen (Dovi, optional)
- Salz nach Geschmack
- 2 Tassen feines weißes Maismehl
- 4 1/2 Tassen Wasser
Zubereitung
- Für das Fleisch das Öl erhitzen und die Würfel 8 Minuten anbraten. Zwiebel und Knoblauch zugeben und 5 Minuten anschwitzen.
- Tomate, Tomatenmark, Paprika, Salz und Pfeffer zugeben und 5 Minuten kochen. Wasser angießen, zudecken und bei niedriger Hitze 1 Stunde garen, bis das Fleisch zart und die Sauce dick ist.
- Für den Kohl die Zwiebel im Öl 5 Minuten anschwitzen, Tomate zugeben und kochen, bis sie zerfällt. Kohl, Salz und 1/4 Tasse Wasser zugeben und zugedeckt 10 Minuten garen. Gemahlene Erdnüsse untermischen und weitere 3 Minuten kochen.
- Für das Sadza 3 Tassen Wasser in einem Topf mit dickem Boden aufkochen. 1 Tasse Mehl mit 1 1/2 Tassen kaltem Wasser zu einem dünnen Brei verrühren und unter Rühren ins kochende Wasser gießen.
- Bei mittlerer Hitze unter Rühren 5 Minuten kochen, bis es andickt und blubbert.
- Hitze reduzieren und das restliche Mehl nach und nach zugeben, kräftig mit dem Holzlöffel rühren und die Masse falten, 8 bis 10 Minuten, bis sie fest und glatt ist und sich vom Topf löst.
- Sadza in einer nassen Schüssel formen und auf den Teller stürzen. Mit Fleisch und Sauce auf der einen und Kohl auf der anderen Seite servieren, mit einer Schale Wasser zum Händewaschen.
Tipps und Varianten
- Sadza ist absichtlich ungesalzen: Die Würze kommt aus der Sauce.
- Schwerer Topf und kräftiger Holzlöffel: Das Mehl setzt an und die Masse ist beim Rühren schwer.
- Sadza aus Hirse oder Sorghum (Sadza rezviyo) ist die älteste Version, dunkler und nahrhafter.
- Huhn, Ziege oder Trockenfisch statt Rindfleisch sind ebenso üblich.
- Kohl mit Erdnüssen (Muriwo une Dovi) ist das Festtagsgemüse; ohne Erdnüsse das Alltagsgemüse.
- Sadza-Reste, am nächsten Tag in Scheiben gebraten, sind ein beliebtes Frühstück.
- Mit der Hand essen: Sadza mit der Gabel ist nicht dasselbe.
Sadza, Fleisch und Kohl sind Simbabwes Tisch von Montag bis Sonntag: weißer Mais, rote Sauce und das Grün des Kohls, mit der Hand und ohne Eile gegessen. Einfach, sättigend und ehrlich.