Traditionelle Käsespätzle: die hausgemachten Nudeln, mit Käse überbacken und mit karamellisierten Zwiebeln
Spätzle sind die kleinen Stücke Eierteig, die die Küche Süddeutschlands seit Jahrhunderten isst. Der Name bedeutet kleine Spatzen, wegen der unregelmäßigen Form, die der Teig annimmt, wenn er vom Brett ins kochende Wasser geschabt wird. In Schwaben und Bayern ist er die Basis Dutzender Gerichte, und Käsespätzle, mit Käse und Zwiebeln überbacken, sind die beliebtesten von allen.
Es ist Hüttenessen, in Eisenpfannen serviert nach einem Tag Wandern, mit grünem Salat daneben zur Erleichterung. Der Teig ist das Einfachste der Welt, Mehl, Ei, Wasser und Salz, und das Geheimnis liegt darin, ihn gut zu schlagen, bis er Blasen wirft, damit die Spätzle leicht und nicht gummiartig werden.
Es gibt ein eigenes Gerät, eine Art Reibe mit Schlitten, aber eine Käsereibe mit großen Löchern, ein Nudelsieb oder Brett und Messer tun es auch. Der traditionelle Käse ist Emmentaler, und niemand nimmt eine Mischung aus Emmentaler und Gruyère übel.
Rezeptübersicht
- Herkunft: Bayern und Schwaben, Süddeutschland
- Kategorie: Hauptgericht, überbackene Nudeln
- Schwierigkeit: Mittel
- Zubereitungszeit: 25 Minuten
- Kochzeit: 35 Minuten
- Ergibt: 4 Portionen
Zutaten — Teig
- 400 g Weizenmehl
- 4 Eier
- 150 ml Mineralwasser mit Kohlensäure (oder still)
- 1 Teelöffel Salz
- 1 Prise Muskatnuss
Zutaten — Zusammensetzen
- 3 große Zwiebeln in dünnen Scheiben
- 60 g Butter
- 1 Teelöffel Zucker
- 300 g grob geriebener Emmentaler (oder zur Hälfte Gruyère)
- 3 Esslöffel gehackter Schnittlauch
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskat mischen und mit einem Holzlöffel 5 Minuten schlagen, bis der Teig glatt, elastisch und voller Blasen ist. 15 Minuten ruhen lassen.
- Inzwischen die Butter in einer Pfanne schmelzen und die Zwiebel mit Zucker und einer Prise Salz bei mittlerer bis niedriger Hitze 20 Minuten garen, gelegentlich rühren, bis sie gut gebräunt ist.
- Einen großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen.
- Portionen des Teigs durch die grobe Reibe oder das Sieb drücken, mit einem Spatel pressen, direkt über dem kochenden Wasser. Alternative: eine dünne Schicht auf ein nasses Brett streichen und mit dem Messer dünne Streifen ins Wasser schaben.
- Sobald die Spätzle an die Oberfläche steigen, etwa 1 Minute, mit dem Schaumlöffel herausnehmen und beiseitestellen. Wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.
- Den Ofen auf 200 °C vorheizen. In einer gefetteten Eisenpfanne oder Auflaufform abwechselnd Schichten aus Spätzle und Käse aufbauen, mit Käse abschließen.
- 10 Minuten backen, bis der Käse schmilzt und Blasen wirft.
- Mit den karamellisierten Zwiebeln und dem Schnittlauch bedecken, mit Pfeffer würzen und in der Pfanne servieren.
Tipps und Varianten
- Zu weicher Teig läuft durch die Reibe: nach und nach Mehl zugeben, bis er dick und klebrig ist.
- Mineralwasser mit Kohlensäure macht die Spätzle leichter.
- Ohne Ofen heiße Spätzle und Käse im Topf bei niedriger Hitze mischen, bis er schmilzt.
- Gekochte Spätzle lassen sich gut einfrieren und passen als Beilage zu Braten mit Sauce.
- Eine Version mit gebratenem Speck zwischen den Schichten ist in Bayern üblich.
- Blattsalat mit einfacher Vinaigrette ist die obligatorische Beilage, um das Fett zu schneiden.
- Mit Weißbier servieren, dem Getränk der Region.
Käsespätzle sind deutsches Comfort Food in Reinform: frische Nudeln, geschmolzener Käse und süße Zwiebeln, heiß in einer Eisenpfanne serviert. Machen Sie sie an einem kalten Tag.